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Teilprojekt 1

Zukunftsfähige Kettenorganisation in räumlichen Verbundsystemen: Qualitätssicherung und Transparenz im „nordwestdeutschen Modell“


Fachgebiet: Betriebswirtschaftslehre des Agribusiness

Leitung: Department für Agrarökonomie und Rurale Entwicklung der Universität Göttingen
Leiter: Prof. Dr. Ludwig Theuvsen
Mitarbeiter: M. Sc. Mark Deimel
Mittelverwertung: Birgit Gerschewski

Gesamtdauer, Antragszeitraum und Förderbeginn (wie Gesamtprojekt)


Zusammenfassung

Der nordwestdeutsche Raum nimmt in der Veredlungswirtschaft eine herausragende Position ein. Diese muss angesichts neuer ökonomischer, rechtlicher, (agrar-)politischer und gesellschaftlicher Herausforderungen fortgesetzt verteidigt werden. Eine besondere Rolle spielen in diesem Zusammenhang neue Anforderungen an Qualität, Sicherheit, Rückverfolgbarkeit und Transparenz, die von der Gesellschaft, aber auch wichtigen Abnehmern an die Veredlungswirtschaft herangetragen werden. Für die Bewältigung dieser Herausforderungen bietet ein räumliches Verbundsystem, wie es sich in der Region Weser-Ems herausgebildet hat, überdurchschnittlich gute Voraussetzungen. Gleichwohl sind auch hier eine kritische Analyse des Status quo und die Identifizierung notwendiger Anpassungen unumgänglich. Ziel des Teilprojekts ist es daher, die sich aus den genannten Anforderungen ergebenden Konsequenzen für den stufenübergreifenden Informationsaustausch in den Food Chains im Bereich der tierischen Produktion herauszuarbeiten und aufbauend darauf notwendige Weiterentwicklungen der Organisation der Nahrungsmittelketten in der Weser-Ems-Region zu identifizieren und zu implementieren.

Ziele

Ziel des Forschungsprojekts ist es, die sich aus aktuellen Anforderungen an Qualität, Sicherheit, Rückverfolgbarkeit und Transparenz ergebenden Herausforderungen für den stufenübergreifenden Informationsaustausch in den Food Chains im Bereich der tierischen Produktion herauszuarbeiten und aufbauend darauf notwendige Weiterentwicklungen der Kettenorganisation in der Weser-Ems-Region zu identifizieren. Dabei sollen in besonderer Weise auch die jeweiligen rechtlichen Vorschriften, namentlich zur Produktqualität und -sicherheit, die für die Region bedeutsamen Quali-tätssicherungskonzepte sowie die Spezifika, die die Kettenorganisation im Untersuchungsgebiet aktuell kennzeichnen, berücksichtigt werden.

Die Untersuchungsergebnisse sollen dazu beitragen, die Wettbewerbsfähigkeit einzelner Betriebe wie der gesamten Region dauerhaft zu sichern.

Im Einzelnen werden folgende Teilziele verfolgt:

  • Systematische Erhebung der Anforderungen an den stufenübergreifenden Informationsaustausch in den Wertschöpfungsketten der tierischen Produktion, die sich aus Rechtsquellen sowie den verschiedenen Qualitätssicherungs- und Rückverfolgbarkeitskonzepten ergeben.
  • Herausarbeitung der Einflussgrößen auf die Transparenz von Wertschöpfungsketten und der Triebkräfte für die Verbesserung der Transparenz in Food Chains.
  • Zusammenfassung der Anforderungen von Qualität, Sicherheit, Rückverfolgbarkeit und Transparenz an den stufenübergreifenden Informationsfluss und Identifizierung von Konsequenzen für die Organisation von Nahrungsmittelketten.
  • Empirische Untersuchung des stufenübergreifenden Informationsaustauschs, wahrgenommener Defizite im Bereich der Transparenz der Kette sowie der Bereitschaft zur Implementierung neuer Formen der Kettenorganisation (einschließlich Methoden und Technologien zur Unterstützung des Informationstransfers) bei Landwirten und Unternehmen der Ernährungswirtschaft in der Region.
  • Vergleich der Ist-Situation der Kettenorganisation mit den identifizierten Herausforderungen, um Stärken und Schwächen der im nordwestdeutschen Raum realisierten Organisation der Food Chains sowie notwendige Veränderungen zu erkennen.
Ansprechpartner
Prof. Dr. Ludwig Theuvsen
Platz der Göttinger Sieben 5
37073 Göttingen

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